Dein ultimativer Safe: Die private Wallet

Bitcoins sind nicht nur digitaler Staub, sondern bares Geld. Dementsprechend sollte man auch dafür sorgen selbst darüber Hoheit zu haben. Wie häufig sehe ich Leute die Bitcoins auf Webseiten liegen lassen; meist natürlich aus Unwissenheit. Aber das ist das Schlimmste was du tun kannst! Hier sag ich dir warum dir deine Bitcoins erst gehören, wenn du sie auf deiner privaten Wallet hast.

Was ist eine Wallet?

Eine Wallet (zu deutsch: Briefbörse) ist die metaphorische Beschreibung für das digitale Dokument, was die Inhaberschaft der Bitcoins beschreibt. Es besteht aus

  • einem privaten Schlüssel
  • einem öffentlichen Schlüssel

Der öffentliche Schlüssel ist vereinfacht gesagt die Bitcoin Adresse einer Person (Beispiel: 1N6r97NNvH9FygenLQ53M97G5ie61WesSX). Der private Schlüssel ist ein Geheimnis des Inhabers, vergleichbar mit einem Passwort. Mein Analogon zur Realität ist hier der Briefkasten. Jeder sieht den Briefkasten und kann etwas an diesen versenden, aber nur einer hat den Schlüssel ihn zu öffnen. Nur derjenigen, der den Schlüssel besitzt kann also auch die Bitcoins herausnehmen und wieder versenden. Nun ist ein Briefkasten etwas Physisches. Die Wallet ist das digitale Pendant. Sie ist einfach nur eine Datei.

Was bedeutet private Wallet?

Die Wallet ist nichts anderes als eine Datei. Man nennt sie privat aber nur dann, wenn die Datei auch komplett einzig und alleine dir gehört. Sobald du bei einem Exchange angemeldet bist um dort deine Bitcoin zu kaufen, wird im Hintergrund eine Wallet angelegt. Rechtlich wird das in Deutschland als deine Wallet angesehen. Das Problem entsteht dann, wenn der Exchange weg ist oder deine Wallet dort sonst wie abhandenkommt! Wie beweist du nun Inhaber der Bitcoin gewesen zu sein?

Die einzige Möglichkeit die Inhaberschaft zu beweisen ist Inhaber des privaten Schlüssels zu sein. hast du den privaten Schlüssel, erlaubt dir die geschickte Mathematik im Hintergrund zu beweisen Inhaber einer Bitcoin Adresse zu sein. Da jeder offen einsehen kann, wie viel Bitcoin auf einer Adresse sind, kannst du also damit also beweisen wirklicher Inhaber zu sein.

Du bist erst Inhaber deine Bitcoin wenn du einziger Inhaber deines privaten Schlüssels bist.

Natürlich erlaubt dir auch erst der private Schlüssel Überweisungen zu tätigen. Jede Überweisung wird mithilfe vom privaten Schlüssel einzigartig signiert. Falsch signierte Transaktionen werden im Netzwerk abgewiesen. Deshalb kann ja auch kein anderer deine Bitcoin weg überweisen.

Im Umkehrschluss heißt das aber auch, dass du deinen privaten Schlüssel nie herausgeben solltest. Denn damit könnte ja jeder deine Bitcoin nehmen und sich selbst überweisen. Und sie wären für immer weg. Eigentlich ist es also super-mega-ultra risikoreich seine Bitcoin auf einem Exchange oder sonstigen Webseiten liegen zu lassen!

Zurück zur Ausgangsfrage der privaten Wallet: Du solltest einziger Inhaber des privaten Schlüssels sein. Erst dann ist es deine Wallet. Und somit ist sie privat.

Wie erstelle ich eine private Wallet?

Die offensichtliche Frage ist, wie man die private Wallet erstellt und auch danach seine Bitcoin darauf versendet. Zum Glück haben wir dazu schon den Starter Kit Artikel zur privaten Wallet geschrieben. Er sollte auf jeden Fall weiterhelfen.

Also leg los und versende deine Bitcoin an deine private Wallet. Ansonsten könnten sie morgen schon futsch sein! Falls Fragen auftauchen oder dir hier was fehlt, lass es mich in den Kommentaren wissen.

 

Das könnte Dich auch interessieren...

1 Antwort

  1. 12th Dezember 2017

    […] Wie der Titel besagt geht es um Langzeitinvestment von Bitcoin. Deshalb ist Schritt #2 auf absolut erforderlich. Andernfalls wirst du einerseits verleitet bei der Kursschwankung schnell einen Fehler zu machen (tief verkaufen, hoch wieder einkaufen, …). Andererseits sind deine Bitcoin auch nicht wirklich sicher sonst, wie ich hier erkläre. […]

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.